OP nach Snodgrass

Mobilisierung der Seitenränder nach Inzision der Harnröhrenrinne

 

 

Onlayplastik nach Duckett

Herumschwenken des Hautlappens aus der Vorhaut zur Bildung der Harnöhrenvorderwand

 

 

 

Mundschleimhauttransplantat bei Harnröhrenenge nach Hypospadie-Operation

 

 

 

 

Hypospadie 

 

Die Hypospadie ist mit 3 auf 1000 Kindern die häufigste Fehlbildung des Penis. Aus ungeklärten Gründen kommt es dabei nicht zu einem Verschluss der Harnröhrenrinne, so dass die Harnröhre in unterschiedlichem Ausmaß offen bleibt. Es werden distal-penile (glandulär, coronar, distales Penisschaftdrittel) und proximal penile (proximaler Penisschaft, skrotal, perineal) Formen unterschieden.

Zur plastischen Rekonstruktion stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung.

 

OP nach Snodgrass

Heute wird in der Regel der primäre Harnröhrenverschluss nach Snodgrass angestrebt. Dabei wird die Harnröhre in der Mittellinie längs eingeschnitten und die Harnröhrenseitenränder werden mobilisiert. Die Harnröhre kann so über einem eingelegt Harnröhrenkatheter verschlossen werden. Die Naht wird durch einen Unterhautlappen aus der Vorhautschürze überdeckt und die restliche Vorhaut entfernt. Nach Wiedervereinigung der Haut im Bereich der Kranzfurche (Sulcus coronarius) entsteht so der Eindruck eines beschnittenen Penis (Zirkumzision).

 

Onlay-Plastik nach Duckett

Lässt die vorhandene Harnröhrerinne einen primären Verschluss nach Snodgrass nicht zu, so kommen auch heute noch Harnröhrenplastiken aus einem gestielten Vorhautlappen zur Anwendung (onlay-Plastik nach Duckett). Hierbei wird aus dem inneren Blatt der Vorhaut ein gestielter Hautlappenpräpariert, der dann auf die Harnröhrenrinne aufgenäht wird und so die neue Harnröhrenwand bildet.

 

Freies Mundschleimhautpräparat

Alternativ zum gestielten Vorhautlappen kann auch ein freies Transplantat as Mundschleimhaut gewählt werden. Dieses Verfahren kommt insbesondere dann zur Anwendung, wenn nach vorangegangenen Operationen keine Haut zur Bildung eines gestielten Hautlappens mehr zur Verfügung steht.

Die Korrektur der Hypospadie erfolgt heute vorzugsweise zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat. Dies wird durch die Verwendung von Lupenbrillen mit ca. 4-facher Vergrößerung bei der Operation ermöglicht.

Alle Operationsverfahren werden am Klinikum Bad Hersfeld angeboten. Nähere Informationen auf der Homepage www.klinikum-hef.de sowie unter

 Kontakt

 

zurück